Einmal Jenseits und Zurück

Ein Koffer für die letzte Reise

Der Trauerbegleiter Fritz Roth hat 100 Menschen – jungen und alten, armen und reichen unterschiedlichen Berufs – einen Koffer zugeschickt und sie gebeten, diesen für ihre „letzte Reise“ zu packen.

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Das Museo de Arte Popular zeigt in dieser Ausstellung, die sich auf sehr persönliche Weise mit dem Sterben befasst, 100 Koffer, jeweils 50 aus Mexiko und Deutschland, zwei Länder, in denen der Umgang mit dem Tod kaum unterschiedlicher sein könnte.

Familienfotos und Totenschädel, Socken und Duftkerzen, manchmal auch absolute Leere: Der unkonventionelle Trauerbegleiter Fritz Roth (†) hat 100 Menschen einen Koffer zugeschickt mit der Bitte, diesen für ihre letzte Reise zu packen. Anliegen dieser Aktion war die Auseinandersetzung mit dem eigenen Tod. Völlig unterschiedliche Personen kamen dieser Bitte nach: Frauen und Männer, Alte und Junge, Menschen aus dem öffentlichen Leben, Professoren und Handwerker. Die Aufgabe ist nicht leicht und stellt die Frage: Was ist uns wichtig? Was möchten wir mitnehmen? Was bedeutet das Leben, was bedeuten die Dinge und was bedeutet diese letzte Reise für uns?

In der Ausstellung im Museo de Arte Popular werden 50 Koffer aus Deutschland sowie 50 Neuproduktionen aus Mexiko gezeigt. Jedem dieser Koffer ist ein Steckbrief des Menschen beigelegt, der für seine „letzte Reise“ gepackt hat und in dem auch die Gedanken beim Packen und die Bedeutung der Gegenstände festgehalten werden. Die Koffer erzählen uns dabei nicht nur von sehr persönlichen Erfahrungen, sondern auch vom unterschiedlichen Umgang mit dem Tod in Mexiko und Deutschland. So lädt die Ausstellung „Einmal Jenseits und zurück“ dazu ein, kulturelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu entdecken und sich ganz persönlich mit seiner letzten Reise auseinanderzusetzen.



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