Club Berlin

Elektronische Musik und Fotografie

©Martin Eberle

Das Goethe-Institut Mexiko präsentiert die Clubkultur Berlins, festgehalten in Fotografien, Video- und Soundaufnahmen sowie anderen Dokumenten, durch welche ein Einblick in die verschiedenen Phasen dieses Phänomens seit seiner Entstehung in den Neunzigerjahren gewährt wird.

Techno war in Berlin nach der Wende die Jugendkultur, die Ost und West vereinte. Ungenutzte Flächen und Gebäude standen nach dem Sturz der Mauer 1989 bereit, um von Clubs, Bars und Galerien, Ateliers und Studios mit neuen Leben gefüllt zu werden. „Plötzlich konnte jeder seine eigene Welt programmieren: Platten auflegen, produzieren, Magazine gründen, T-Shirts bedrucken – Techno war eine Musik die zur Teilhabe aufrief, ein Sound der flachen Hierarchien“, wie Felix Denk und Sven von Thülen in Der Klang der Familie – Berlin, Techno und die Wende schreiben. Berlin wurde zum Epizentrum einer neuen Clubkultur, die erst mit Clubs wie dem Tresor und dem E-Werk und später mit der Love Parade bald auch international auf sich aufmerksam macht.

Zu Beginn des letzten Jahrzehnts bekam die Clubszene nochmal neuen Aufschwung. Günstige europäische Flugverbindungen, zusammen mit einer neuen Welle an Clubs wie der Bar 25, Watergate und dem Berghain und scheinbar nie enden wollenden Partys lockten Wochenende für Wochenende tausende von Technotouristen in die Stadt. Künstler, Labelbetreiber, Partyveranstalter und Promoter aus der ganzen Welt zogen nach Berlin und gaben dem Sound der Stadt stetig neue Impulse – eine Entwicklung die bis heute anhält.

Die Ausstellung wurde von Heiko Hoffmann kuratiert.