Candida Höfer- In Mexiko

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Candida Höfer

Candida Höfer ist einer der bekanntesten “Klassiker” der gegenwärtigen Fotografie; sie ist international für ihre Fotografien von leeren öffentlichen Räumen bekannt, mit denen sie die ausweichende Verbindung zwischen den Personen und Räumen darstellt, in denen sie existieren. Während ihres Aufenthaltes in Mexiko im Oktober 2015 hat Höfer 15 bildhafte Gebäude in verschiedenen Bundesländern der Mexikanischen Republik fotografiert. Das Ergebnis dieser Forschung ist eine Sammlung von ca. 20 dieser herausragenden Fotografien in grossem Format, die den klaren Stil der Künstlerin widerspiegeln; diese Werke werden zusammen mit Fotografien gezeigt, die bestimmte intime Details auf der Strasse, in Museen und auf Wegen darstellen, die es ermöglichen, die persönliche Sichtweise der Künstlerin zu erfassen.
Im Anschluss wird die Ausstellung außerdem in Monterrey und in Puebla zu sehen sein.

Candida Höfer (Eberswalde, Deutschland, 1944) war ein Teil der Gruppe herausragender Studenten an der Kunstakademie Düsseldorf, die durch Bernd und Hilla Becher ausgebildet wurde. Höfer hat grosse internationale Anerkennung erlangt, als sie begann, Fotos von leeren öffentlichen Räumen zu machen, um die ausweichende Verbindung zwischen Personen und Räumen darzustellen, in denen sie existieren.

Höfer erläutert ihre Arbeit folgendermassen: “Ich wollte erfassen, wie sich die Personen in öffentlichen Räumen verhalten; daher habe ich begonnen, Theater, Paläste, Opernhäuser, Bibliotheken und ähnliche Bereiche zu fotografieren. Nach einer gewissen Zeit habe ich bemerkt, dass es offensichtlicher ist, was die Personen an diesen Orten machen – und was die Auswirkung der Räume auf sie ist – wenn niemand anwesend ist, so wie ein abwesender Gast oft Gesprächsthema ist.”

Während mehrerer Jahrzehnte hat Candida Höfer “Darstellungen” von zahlreichen emblematischen Gebäuden gemacht, wobei es sich um Schätze auf der ganzen Welt handelt, wie den Louvre, die Galerie in den Uffizien, die königliche Bibliothek Portugals, die Mailänder Scala und viele mehr. Jeder Innenraum, der durch Höfer erfasst wird, existiert gleichzeitig in verschiedenen sozio-kulturellen und historischen Kontexten; die derzeitige Erscheinungsform wurde durch die Jahre der langen kulturellen und sozialen Geschichte geformt. Durch die Annäherung an das unzugängliche und private Leben der öffentlichen Gebäude und durch Betrachtung der Schwierigkeiten in Bezug auf die Architektur machen die Fotos von Candida Höfer deutlich, dass die öffentlichen Räume eine Aura von einzigartigen Kunstwerken haben.

Neben den mehrfachen Einzel- und Gruppenausstellungen, die in international renommierten Museen stattgefunden haben, hat Candida Höfer ferner im Jahr 2002 an der Documenta 11 teilgenommen und im Jahr 2003 – zusammen mit Martin Kippenberger – Deutschland bei der Biennale in Venedig vertreten. Ihre Werke befinden sich unter anderem im Tate Modern in London, im Zentrum Georges Pompidou in Paris, im Reina Sofia in Madrid, in der Kunsthalle in Basel, im Portikus in Frankfurt am Main, im MoMA New York, in der Power Plant in Toronto, im Kunsthaus Bregenz und im Museum Ludwig in Köln.

Candida Höfer war im Oktober 2015 in Mexiko und hat 15 bedeutende Gebäude in den Bundesstaaten Jalisco, Guanajuato, Mexiko-Stadt, Puebla und Oaxaca fotografiert. Das Ergebnis dieser Forschung ist eine Sammlung hervorragender Fotos, die den klaren Stil der Künstlerin verdeutlichen, der in einer Einzelausstellung von ca. 20 Fotos in grossem Format dargestellt wird. Die Fotos zeigen intime Details der Strassen, Museen und Wege, die die Künstlerin während ihres Aufenthaltes in Mexiko gemacht hat; sie verdeutlichen den Kontext der großformatigen Bilder und ermöglichen, die persönliche Seite des künstlerischen Blicks kennenzulernen.

Die Ausstellung „Candida Höfer – In Mexiko“ wird im Frühjahr 2017 im Antiguo Colegio de San Ildefonso in Mexiko-Stadt eingeweiht und danach in Monterrey und in Puebla gezeigt. Dieses Projekt im Rahmen des Deutschlandjahrs wurde von der Galería OMR ins Leben gerufen und in Zusammenarbeit mit dem Instituto Nacional de Bellas Artes (Nationales Institut für Schöne Künste), dem Instituto Nacional de Antropología e Historia (Nationales Institut für Anthropologie und Geschichte), der Regierung des Bundesstaates Puebla und insbesondere mit dem Goethe-Institut in Mexiko entwickelt.

Parallel dazu wird ein Buch/Katalog herausgegeben, der die Ausstellung begleitet und in zwei Sprachen veröffentlicht wird, wobei eine weitreichende Auswahl an Bildern, eine Einleitung und eine Zusammenstellung von wichtigen Zitaten anerkannter mexikanischer Schriftsteller und Kunstkritiker aus dem Bereich der Fotografie und der Architektur enthalten sind.