Wissen geht spielen

Gaming in Bibliotheken

Spielen ist die älteste menschliche Kulturtechnik überhaupt und Computerspiele sind ihre technologische Erweiterung. An der Schnittstelle zwischen dem analogen und dem digitalen Raum organisiert das Goethe-Institut unter kuratorischer Leitung von Christoph Deeg das Geohashing-Game „Wissen geht spielen“, bei dem die Player sich durch die analoge Welt der Bibliotheken von Mexiko-Stadt schlagen, um an verschiedenen Stationen digitale Aufgaben zu lösen.

In den letzten Jahren hat sich unsere Kultur- und Medienwelt nachhaltig verändert. Die digitale Revolution transformiert unsere Gesellschaft. Es entstehen neue Kommunikations-, Kultur- und Vermittlungsformen.

Gaming spielt dabei eine herausragende Rolle. Dabei sind Games eigentlich kein neues Phänomen: Spielen ist wahrscheinlich die älteste menschliche Kulturtechnik überhaupt. Spielen ist ein elementarer Bestandteil einer jeden Kultur, und Computerspiele sind die technologische Erweiterung des Spiels. So hat sich das Spielen selber verändert und entwickelt: in Bereichen wie Gamification erleben wir, dass das digitale Spiel zunehmend den analogen Raum –und das Spiel in diesem– beeinflusst.

Für Millionen Menschen gehört das Medium Computerspiel heute zu ihrer kulturellen und technologischen Lebensrealität. Das eröffnet eine Vielzahl von Möglichkeiten für einen spielerischen Zugang zu kulturellen Inhalten und die Teilhabe an Lernprozessen. Gaming steht dabei nicht in Konkurrenz zu anderen Vermittlungskonzepten, sondern entwickelt diese weiter. Gleichzeitig fungiert es zunehmend als Schnittstelle zwischen dem analogen und dem digitalen Raum, was völlig neue Spielkonzepte ermöglicht.

Vor diesem Hintergrund organisiert das Goethe-Institut unter kuratorischer Leitung von Christoph Deeg eine mehrteilige Workshopserie für Bibliotheken in Mexiko-Stadt. Auf Basis einer local-based-game-Plattform wird gemeinschaftlich ein Geohashing-Game entwickelt, bei dem man anhand einer Beschreibung verschiedene Bibliotheken der Stadt ausfindig machen muss. Sobald sich die Player dorthin begeben, werden ihnen neue, spezifische Aufgaben gestellt. Diese werden von den teilnehmenden Bibliotheken selbst erstellt und müssen innerhalb der physischen Räumlichkeiten erfüllt werden.

Die App startet im Frühjahr 2017. Der Launch der App ist verbunden mit einer zweitägigen, internationalen Konferenz zum Thema Gaming und Bibliotheken.

Eintritt: Die Veranstaltung ist kostenlos. Aufgrund der beschränkten Anzahl an Sitzplätzen wird um vorherige Anmeldung gebeten.

Hinweis: Die Veranstaltung wird zeitgleich über den Youtube-Kanal des Instituts gestreamt (mit Spanisch als Audiokanal) und kann im Nachhinein auch als Aufzeichnung angesehen werden.

Link: https://www.youtube.com/channel/UCLglMUjR5bOVrVDMzghPnYQ