entre límites / zwischen grenzen – oaxaca 2017

Klanginstallationen aus Deutschland und Mexiko

Stefan Roigk, entfaltungen/ desenvolvimientos, 2016 Foto: Gudinni

Mit Klanginstallationen von Arturo Hernández Alcázar, Rolf Julius, Thomas Köner, Tito Rivas und Stefan Roigk.

entre límites / zwischen grenzen – oaxaca 2017“ im Museo de Arte Contemporáneo de Oaxaca präsentiert fünf Klanginstallationen von deutschen und mexikanischen Künstlern. Die Ausstellung bildet das Finale des dreijährigen Residenz- und Ausstellungsprojekts „entre límites / zwischen grenzen“ (2015-2017), das vom Goethe-Institut in Mexiko und singuhr – projekte berlin initiiert wurde und erstmals in einem größeren Kontext neue Klangkunst aus Deutschland und Mexiko vorstellt. Mit Thomas Köner, Tito Rivas, Arturo Hernández Alcázar, Stefan Roigk und Rolf Julius versammelt die Ausstellung in Oaxaca eine Auswahl von Künstlern, die auf sehr unterschiedliche Weise mit Klang und Raum arbeiten. Thomas Köner und Tito Rivas entwickeln jeweils einen künstlerisch-musikalischen Zugang zu einem einst in Oaxaca verbreiteten, aber heute verschollenen Musikinstrument. Der mexikanische Künstler Arturo Hernández Alcázar, der für seine aktionsgeladenen Installationen bekannt ist, realisiert eine neue ortsspezifische Arbeit für einen der Ausstellungsräume im Museum. Stefan Roigk präsentiert seine bereits zu Beginn von entre límites in Morelia entwickelte Klanginstallation “Entfaltungen / Desenvolvimientos”, in der er Erfahrungen und Eindrücke seiner einmonatigen Künstlerresidenz in Morelia verarbeitet, in einer neuen, ortsbezogenen Version. Und von einem der Pioniere der Klangkunst aus Deutschland, Rolf Julius (1939-2011), ist mit „Iron Dancing“ eine poetische, klanglich und skulptural fein ausbalancierte Arbeit aus dem Jahre 1992 zu erleben, die erst seit kurzem wieder der Öffentlichkeit zugänglich ist. „entre límites / zwischen grenzen – oaxaca 2017“ kombiniert so nicht nur unterschiedliche, künstlerische Zugänge, die Ausstellung zeigt und macht unmittelbar erfahrbar, wie reich an Perspektiven die Arbeit mit Klang und Raum ist.

Carsten Seiffarth – Kurator