“Wirtschafts-, Sozial- und Umweltaspekte von geothermischen Systemen”

Geothermische Energie ist eine der erneuerbaren Energiequellen, die aus dem Inneren der Erde stammt und sich in ihrer Mehrheit als thermische Energie an die Oberfläche in Form von Fumarolen, Vulkane, Geysire, etc zeigt. Je nach der Art der Erdwärme, besteht die Möglichkeit, sie zu Erzeugung von elektrischer Energie zu verwenden. Wie bei jedem Prozess der Energiegewinnung, gibt es jedoch auch hier Auswirkungen auf wirtschaftliche, soziale und ökologische Aspekte. Dieses Seminar bietet die Gelegenheit ein Netzwerk der wissenschaftlichen Zusammenarbeit für die Untersuchung dieser Fragen zu schaffen.

In Mexiko wird Aufgrund der Energiereform erwartet, dass die Nutzung geothermischer Ressourcen zunimmt und die privaten Investitionen von Unternehmen aus dem In- und Ausland diesbezüglich steigen. So wurde zum Beispiel allein schon im Jahr 2014, dem staatlichen Stromerzeuger  14 neue Explorationslizenzen zugesprochen. Deshalb ist es notwendig neue Vorgehensweisen für die soziale und wirtschaftliche Entfaltung der Gemeinden, die geothermischen Ressourcen besitzen, zu entwickeln. Der Erhalt der Umwelt, durch die Verwendung dieser Art von erneuerbaren Ressourcen, muss durch neue Gesetzesvorschläge gewährleistet werden.

Die geothermische Energie, die aus der Erdmitte stammende, natürlichen Wärme und tiefes Grundwasser zur Herstellung von Wasserdampf benötigt, kann unter Umständen Schwermetalle und andere gasförmige Elemente lösen. Diese können, wenn sie nicht richtig zurück ins Reservoir injiziert werden, Schäden an der Umwelt und an der Bevölkerung anrichten.

Die technischen Entwicklungen haben zwar erlaubt diese Umweltauswirkungen zu minimisieren, jedoch hat sich in Hinsicht auf die soziale Entwicklung,  die Errichtung des geothermischen Kraftwerks hauptsächlich nur als Konfliktmilderung und nicht als Integrationsplan für die Gemeinschaft herausgestellt.

Ähnliche Projekte in Ländern wie Philippinen, Neuseeland und Kenia, haben deutlich bessere Ergebnisse gebracht; dort wirkte sich die soziale und wirtschaftliche Entwicklung auf die gesamte Region aus. Die Zusammenarbeit der Gemeinschaft und der Entwickler förderte so einen nachhaltigen Ausbau dieser Energiequellen.

Seit der Gründung des Mexikanischen Zentrums für geothermische Energie und  dem Forschungsprojekt für verbesserte und superheiße geothermische Systeme, welches mit der Europäischen Union zusammenarbeitet, beschäftigt man sich mit diesen Themen. Es ist jedoch nötig, dass sich mehr spezialisiertes Personal, wie zum Beispiel die Alumni aus Deutschland,  sich der Forschung zu dieser Thematik anschließen.

Diese Veranstaltung wird vom  Deutschen Akademischen Austauschdienst