The Personal Collective

Isabelle Schad

Personal Collective - by Isabelle Schad (in front of Azul extensivo by Sofia Táboa). Reference to Collective Jumps by Isabelle Schad and Laurent Goldring. Foto: Isabelle Schad

Im Rahmen eines Workshops und installativen Arbeit untersucht Isabelle Schad gemeinsam mit mexikanischen Teilnehmern den Begriff der Subjektivität innerhalb eines kollektiven bewegten Körpers und das Spannungsverhältnis des Individuums mit dem, durch Bewegung vereinten, Ganzen.

Der Kollektivkörper kann nur als ein gesamter funktionieren; er ist zugleich als (Ver-)Wandlungsraum sowie als das zu betrachtende Ereignis zu verstehen. Die Mechanismen, Funktionen und zyklische Prozesse dieses ‘Raumes’ stellen die eigentliche Projektionsfläche dar: so nähern wir uns einer Oszillation zwischen Organismus und Apparat, zwischen Erfahrungsraum und Sinnlichkeit, sozialen Beziehungen und Arbeit, zwischen Utopie und Realität.

Am 04. und 05., sowie am 09. Und 10. Februar wird im Museo Universitario del Chopo das Ergebnis dieses Prozesses gezeigt.

Der Praxis des Body Mind Centering® folgend wird das Individuum erkundet, das zu sich selbst gefunden als Teil des Kollektivkörpers im Tanz, der gemeinsamen Bewegung, seinen Ausdruck findet. Diese Installation schließt unmittelbar an Isabelle Schads und Laurent Goldrings letzte Gruppenarbeit Collective Jumps an, in dem ein aus 16 Tänzer_innen zusammengesetzter Kollektivkörper zu sehen war, dessen Körper – und damit das gesamte Gebilde – sich ohne Unterlass in Bewegung befand.

Die Tänzerin und Choreographin Isabelle Schad studierte klassischen Tanz in Stuttgart und tanzte für viele Choreografen, bis sie 1999 anfing, ihre eigenen Projekte zu initiieren. Ihre Forschungsschwerpunkte sind: der Körper und seine Materialität, der Körper als Prozess, Ort und Raum, das Verhältnis zwischen Körper, Choreographie, (Re-)Präsentation, Form und Erfahrung, Praxis als Ort von Lernprozessen, Gemeinschaft, politisches Engagement. Ihre Arbeiten befinden sich an der Schnittstelle zwischen Tanz, Performance und Bildender Kunst und werden international gezeigt (internationale Festivals, Zusammenarbeit mit lokalen Goethe-Instituten, regelmäßig bei der Tanzplattform Deutschland, in Galerien/Museen). Sie co-initiierte mehrere Projekte/Gruppen (Good Work, Praticable), die nach Möglichkeiten der Zusammenarbeit, Verknüpfung unterschiedlicher Recherchen und Praktiken suchen, wobei Produktionsweisen von den beteiligten Künstler_innen hinterfragt werden. Ihre Lehrtätigkeit findet weltweit und in verschiedenen Formaten statt. Sie ist Ko-Leiterin eines Projektraums in der “Wiesenburg-Halle” in Berlin und ist seit diesem Jahr auch Zen Shiatsu Practitioner.

www.isabelle-schad.net

Teilnehmer Mexiko:

Daniela Urías
Patricia Marcela Herrera Román
Engelbert Ortega
Alvaro Pérez
Azhareel Sierra
Argelia Villegas
Urial Isaac Palma Torres
Alberto Gonzáles Echegaray
Leticia Cordero Mote
Adrián Hernández
Gilberto Spindola
Mariana García
Citlali Granados de León
Alejandro Ramírez
Edgar Landa
Karina Terán
Mónica Arellano
Daniela Flores
Marlene Coronel
Victor Hugo