MEXIBILITY. Investigación y taller fotográfico sobre la movilidad escondida y no percibida

Armin Linke

Armin Linke from the series Socialist architecture: the vanishing act Kosturnica Memorial, monument to local victims of WWII Prilep, Macedonia, 2009

MEXIBILITY. Investigación y taller fotográfico sobre la movilidad escondida y no percibida (MEXIBILITY. [Feld-]Forschung und Fotoworkshop zu versteckter und nicht wahrgenommener Mobilität) ist ein Projekt des Fotografen Armin Linke in Kooperation mit Masterstudierenden der Curatorial Studies der UNAM, das schwer zugehbare oder vergessene Räume und Orte in Mexiko Stadt erkundet, wie etwa nationale oder regionale Kontroll- und Sicherheitsposten.

Die Intervention von Armin Linke und den Studierenden soll den Besuchern nicht nur Orte näherbringen, die dem Stadtbewohner meist unbekannt oder verschlossen sind, an denen ihre „Mobilität“ sozusagen eingeschränkt ist, sondern auch den künstlerischen Prozess visualisieren, der hinter dem Versuch steht diese Orte begehbar zu machen. Hinter dieser Idee steht Bruno Latours „Paris: Invisible city“, die Unmöglichkeit eine Großstadt in all seinen Facetten zu begreifen und alle Elemente einer Stadt wahrzunehmen. Die Studenten haben darauf basierend Orte in Mexiko-Stadt ausgewählt, die zwar im öffentlichen Interesse oder im Alltag ihrer der Stadtbewohner eine Rolle spielen, aber auch als schwer zugänglich gelten. Auf welche Schwierigkeiten wird die Gruppe treffen, um diese schwer zugänglichen Orte zu besuchen und zu fotografieren und wie können diese gelöst werden? Auf welche Möglichkeiten kann man zurückgreifen, wenn einem der Zugang versperrt bleibt? Neben den Fotografien wird deshalb auch der Prozess der Annäherung, Öffnung, Versperrung und Dokumentation archiviert und als Teil des Prozesses im Museum ausgestellt.
Das Ergebnis dieser Feldforschung wird ab dem 17. Februar im Rahmen der Ausstellung La ciudad está allá afuera (26.11.2016- 26.03.2017) im Centro Cultural Universitario Tlatelolco zu sehen sein.

Armin Linke (*1966) lebt in Mailand und Berlin. Als Fotograf und Filmer verwischt er in seinen Arbeiten mittels moderner Bildverarbeitungstechnologie die Grenzen zwischen Fiktion und Realität. In seiner künstlerischen Praxis arbeitet er an einem sich ständig aktualisierenden Archiv über das menschliche Leben und die natürlichen oder künstlich geschaffenen Landschaften, Städte, Architekturen.
Seine multimediale Installation über die zeitgenössische Alpenlandschaft wurde auf der 9. Architekturbiennale in Venedig ausgezeichnet. Linke ist derzeit Gastprofessor für künstlerische Fotografie an der HfG Karlsruhe, lehrte schon an der Università IUAV Venedig und war wissenschaftlicher Mitarbeiter am MIT Visual Arts Program Cambridge.
www.arminlinke.com