Mural-Workshop mit Kindern und Jugendlichen

Durchgeführt von dem mexikanischen Künstler Libre Gutiérrez und der Asociación Civil 'Prosigue, Programa Niños de la Calle A.C.' und Schülern des Colegio Alemán Alexander von Humboldt

Gemeinsam gestalten Kinder und Jugendliche der zivilgesellschaftlichen Organisation “ Prosigue, Programa Niños de la Calle A.C.“ und Schülern des Colegoio Alemán Alexander Humboldt mit dem Künstler Libre Guitierrez Wände im öffentlichen Raum. Das Projekt steht in der Tradition der mexikanischen Murales, und ist gleichzeitig aktueller denn je. Durch die gemeinsame Kreation eines Murals treffen Lebenswelten aufeinander, die sich so vielleicht nie begegnet wären und es wird auch jenen eine Stimme gegeben, die oft nicht zu Wort kommen.
Die Kunst wird für die Kinder und Jugendliche ein Medium, um sich kraftvoll auszudrücken und gleichzeitig auf ihre ganz persönlichen Situation aufmerksam zu machen

Libre Gutiérrez, mexikanischer Maler und Muralist, beschäftigt sich in seinen Arbeiten unter anderem mit urbaner Sprache und hybriden Räumen. Sein besonderes Interesse liegt in der Auseinandersetzung mit sozialen Fragen, wie der Kluft zwischen den Lebenswelten des globalen Südens und Nordens, aber auch den Gräben in der mexikanischen Gesellschaft selbst. Die tief in Mexiko verankerte Tradition der Murales nutzt der Künstler, um aktuellen Tendenzen der Megacitys nachzugehen und diese gleichzeitig mit der kulturellen Identität Mexikos zu verknüpfen. In dem von der Deutschen Botschaft Mexiko organisierten und durch Mittel des Kleinen Kulturfonds finanzierten Mural- Workshop gestaltet der Künstler gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen der Deutschen Schule Colegio Alemán Alexander von Humboldt und der zivilgesellschaftlichen Organisation „Prosigue, Programa Niños de la Calle A.C.“ Wände im öffentlichen Raum. Im Rahmen der fünftägigen, gemeinsamen Gestaltung des Gebäudes, in dem die Kinder und Jugendlichen der mexikanischen Stiftung für Kinder in Not leben oder tagsüber einen Großteil ihrer Zeit verbringen, werden Kinder verschiedener sozioökonomischer Gesellschaftsschichten einander näher gebracht. Die Kinder arbeiten und wirken gemeinsam an einem großen Ganzen, das ohne die Mithilfe eines jeden Einzelnen so nicht entstehen könnte. Das Miteinander soll Stereotypen und gegenseitige Vorurteile abbauen, die jungen Menschen animieren aufeinander zuzugehen und sich als das wahrzunehmen, was sie sind: Nämlich Kinder und Jugendliche, im Kern alle gleich. Die Kunst wird für die Kinder und Jugendlichen ein Medium, um sich kraftvoll auszudrücken und gleichzeitig auf ihre ganz persönlichen Situation aufmerksam zu machen Durch die gemeinsame künstlerische Aktivität erweitern die Teilnehmer nicht nur ihre Perspektive, sie bauen Vorurteile ab und sensibilisieren sich für die Bedürfnisse und Lebenswelten der anderen.